Rundbrief 2004

CIB-Rundbrief
Oktober 2004
Jahrgang 1, Heft 2

Communio Internationalis Benedictinarum

Kontakt: Sr. Monica Lewis OSB, Abtei St. Scholastica, D-49413 Dinklage
  Telefon: +49 4443 5130 Fax: +49 4443 513118 e-Mail: abtei@abteiburgdinklage.de
 Für die deutsche Ausgabe: Sr. Lucia Wagner OSB, Kommunität Venio OSB, Döllingerstr. 32, D-80639 München
  Telefon: +49 89 1795986  Fax: +49 89 177004  e-Mail: wagner@kommunitaet-venio-osb.de

Editorial

Die Anerkennung der CIB durch den Äbtekongress

Treffen der CIB-Konferenz 2004
 -Begrüßungsansprache
 - Dialog mit den italienischen Benediktinerinnen
 - Die Benediktinerinnen in Italien
 - Bericht der Moderatorin
 - Suche den Frieden und jage ihm nach

Benediktinischer Geist bei großen Versammlungen

Nachrichten in Kürze

Dokumentation
 - Lex Propria Nr. 7,8 u. 9

Äbtekongress: Bericht der CIB-Moderatorin

Auszüge aus dem Arbeitspapier der UISG/USG

Liste der derzeitigen Mitglieder der CIB

 

 

Editorial

Viele haben sich gefreut über den Rundbrief, der nach der CIB-Konferenz in Sydney 2003 herauskam und für die einzelnen Regionen Informationen brachte. Er wurde in mehrere Sprachen übersetzt und ist unter der Webseite www.benedictines-cib.com zu finden. Auch dieses Jahr kam bei der Konferenz in Assisi vom 16. – 20. September die Frage nach einem Rundbrief mit all den Informationen, die während des Treffens weitergegeben wurden. Zum ersten mal setzten die Organisatorinnen des Treffens sich bewusst das Ziel einer Begegnung mit den Klöstern der Region, um dadurch ein Netzwerk aufzubauen. Nach dem sehr erfolgreichen Treffen wurden die Teilnehmerinnen der CIB-Konferenz eingeladen, am Äbtekongress in Rom teilzunehmen. Auf der Tagesordnung stand eine Abstimmung der Äbte über eine Aktualisierung der Lex Propria dahingehend, dass die Beziehung zwischen der Konföderation und der CIB aufgenommen wurde. Das jetzige Ergebnis ist eine Krönung der bisherigen Arbeit der CIB-Konferenz und wurde von den Männern wie von den Frauen mit großer Freude aufgenommen.

 Sr. Monica Lewis OSB

Die Anerkennung der CIB durch den Äbtekongress

Samstag, der 25. September 2004 war der große Tag für die CIB im Äbtekongress. Nach mehrjähriger harter Arbeit hatte unser kanonischer Berater, Abtpräses Richard Yeo, unter Mithilfe von Äbtissin Joanna Jamieson von Stanbrook einen Text ausgearbeitet, den er dem Äbtekongress für einige Änderungen der Lex Propria der Benediktinischen Konföderation von 1985 vorschlagen konnte. Damals gab es noch keine CIB.

Auch die Kommission des Abtprimas für Benediktinerinnen existierte noch nicht. In der Lex Propria gab es nur ein kurzes Kapitel über die „Kommission für Nonnen“ und die „Kommission für Schwestern“, aber die Entwicklung der CIB in den letzten 20 Jahren zeigt, dass dies jetzt völlig überholt ist. Die wichtigste Änderung, die Abt Richard vorschlug, war, dass dieses Kapitel ersetzt wird durch ein neues mit der Überschrift „Die Zusammenarbeit der Benediktinerinnen“ (Der vollständige lateinische Text der Nummern 7,8 und 9 ist weiter unten zu finden.)

Abt Richard erklärte diesen vorgeschlagenen Text sehr hilfreich und klar, und die Äbte hatten Zeit zu Rückfragen. Nach guter benediktinischer Tradition wurde nicht sofort abgestimmt. Jeder hatte den Sonntag über Gelegenheit, darüber nachzudenken, was es für die Benediktinische Konföderation bedeuten würde, wenn dieses Kapitel über die CIB in der Lex Propria stünde. „Die Konföderation stellt den „Regenschirm“ zur Verfügung,

unter dem die CIB in den Augen der Kirche leben kann“, sagte Abt Richard in seinen Ausführungen. Das muss fast alle überzeugt haben. Am Montag Vormittag wurde abgestimmt, und eine überwältigende Mehrheit der Äbte stimmte für die Änderung.

 M. Maíre bemerkte in ihrem von Herzen kommenden Dankeswort, das sie für die CIB an den Äbtekongress richtete, dass das Bild vom Regenschirm zwar nicht direkt biblisch, wohl aber für Benedikt und Scholastika passend sei. Sie wies darauf hin, dass ein Regenschirm ja nicht nur bei Regen nützlich ist, sondern auch als Sonnenschirm dienen kann, wenn die Sonne vom Himmel brennt. Aber sie hoffe auch auf schönes Wetter, bei dem wir den Schirm überhaupt nicht brauchen, sondern einfach Seite an Seite vor dem Angesicht des Herrn unser monastisches Leben führen und unseren Auftrag erfüllen können.


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T r e f f e n  d e r  C I B – K o n f e r e n z  2004
Assisi, 16. – 20. September

Begrüßungsansprache von M. Giacinta Soverino OSB

Im Namen der Benediktinerinnen von St. Giuseppe in Assisi, aber auch im Namen aller benediktinischen Klöster von Nonnen und Schwestern in Italien und als deren Sprecherin, möchte ich Sie alle herzlich unter uns willkommen heißen. Wenn wir auch auf verschiedenen Kontinenten leben, haben wir doch dieselbe Regel und den gleichen Gründer. Deswegen sind wir nicht getrennt, sondern wirklich eins.

 Sicher wäre es „benediktinischer“, wenn wir in Nursia tagen würden, wo Benedikt geboren ist, oder in Subiaco, wo er sowohl als Eremit wie auch als Zönobit in den Anfangsjahren seines monastischen Weges lebte, oder noch besser in Montecassino, wo unser Gründer als Ausdruck seiner monastischen Reife die Regel schrieb. Aber heutzutage, denke ich, ist es sehr gut, sich in Assisi zu treffen, der Stadt des Dialogs, wo wir vereint sind, um miteinander zu reden, uns kennen zu lernen und zusammen zu arbeiten. Assisi empfiehlt sich als weltweiter Appell an alle, die an Jesus Christus glauben, aber auch an die Anhänger anderer Religionen. Warum also sollte es nicht auch Zentrum der Gemeinschaft sein für alle, die der benediktinischen Regel folgen, immer im Namen Jesu Christi?

 Lassen Sie mich meinen aufrichtigen Wunsch an Sie alle aussprechen, dass diese Tage beitragen zum Wachstum der benediktinischen Gemeinschaft und zur Geschwisterlichkeit unter uns allen. Danke, dass Sie hierher gekommen sind, danke, dass Sie hier sind.

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Dialog mit den italienischen Benediktinerinnen 2004

Dass die jährliche Konferenz, die üblicherweise einen Tag vor dem Äbtekongress stattfindet, im Jahr 2004 nicht in Sant’ Anselmo, sondern in Assisi sein sollte, war eine Idee, die 2003 in Australien entstand bei Überlegungen, wie der Dialog mit den Klöstern der einzelnen Region gefördert werden könnte.

 Während der CIB-Konferenz in Australien fand gleichzeitig das Treffen der benediktinischen Oberen von Australien und Neuseeland statt, und zeitweise war man zusammen, bei der Liturgie, bei den Mahlzeiten, bei den Ausflügen. So konnte man zwanglos miteinander reden und einander kennen lernen. Gleichzeitig waren einige der „Sisters of the Good Samaritan“ da, die bei den Sekretariatsarbeiten und in der Liturgie-Kommission halfen. Die gemeinsame Liturgie, die Mahlzeiten und die Ausflüge ließen die gemischte Gruppe von Australierinnen und Delegierten zusammenwachsen, Brücken bauen, voneinander lernen, sehen, welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten es gibt. Die Tatsache, dass man sich sprachlich verständigen konnte (nur wenige der CIB-Mitglieder sprechen kein Englisch), erleichterte den Prozess. Aber auch die Erfahrung, sich zu mischen, war wichtig und wies den Weg in die Zukunft.

 So war es nicht verwunderlich, dass M. Giacinta den Aspekt des Dialogs bei dem Treffen in Assisi betonte. Im Catalogus 2000 sind 150 Klöster in Italien aufgeführt. Das ist unvergleichlich mehr als die rund 10 Klöster in der australischen und neuseeländischen benediktinischen Union. Deshalb müssen in Italien mehr und größere Brücken gebaut werden, sowohl wegen der Anzahl der Benediktinerinnen in italienischen Klöstern, als auch wegen der Sprachschwierigkeiten. Es wurde jedoch ein kleiner Anfang gemacht, und eine Gruppe von 30 Äbtissinnen und Schwestern kam am 17. September mittags bis zum Mittag des drauffolgenden Tages für ein 24stündiges Treffen zusammen. Hauptanliegen dieses Treffens war die Vorbereitung eines Dialogs. Nur eine sehr kurzer Zeit gab es für die Vorstellung der einzelnen, und dann versuchte man, Englisch und Italienisch Sprechende zusammenzuführen. Wegen der großen Anzahl philippinischer Schwestern in Assisi und dem benachbarten Bastia und weil mehrere italienische Schwestern von anderen Gemeinschaften sich als Übersetzerinnen angeboten hatten, gelang es, 15 kleine Gruppen von je vier oder fünf Schwestern zu bilden, von denen eine übersetzte, und in denen Italienerinnen und Mitglieder der CIB-Konferenz sich austauschten über ihre monastischen Erfahrungen. Auch Spanisch Sprechende in italienischen Gemeinschaften aus Mexiko und El Salvador nutzten die Gelegenheit, Konferenzmitglieder aus Argentinien, Mexiko und Spanien zu treffen, und fungierten als Übersetzer für die Italienerinnen. Inhaltlich war die Diskussion gut vorbereitet worden. Der Vortrag, den Sr. Margaret Malone in Australien gehalten hatte über die Versöhnung in der Regel Benedikts, war jeder zugeschickt worden, und viele italienische Teilnehmerinnen hatten diesen Vortrag in ihren Gemeinschaften durchgesprochen und ihre Gedanken zu diesem Thema niedergeschrieben. So konnte das Gespräch persönlicher und unmittelbarer werden. Trotz der Schwierigkeit, ausgewogene Gruppen zu bilden, wenn die Gaben der einzelnen nicht bekannt sind, wurde doch die gute Zeitplanung am Vormittag des 18. September als positiv empfunden. Trotz der Schwierigkeit des Übersetzens und der Mühe des Zuhörens und Verstehens der anderen, war das Eis über die Sprachbarriere hinweg gebrochen, und man begann auf beiden Seiten, die Gaben der anderen zu sehen. Wir haben noch einen weiten Weg zu gehen, aber die anfängliche Reserve ist überwunden. Die Bereitschaft, sich füreinander zu öffnen, wuchs, und die Freude über geglückte Verständigung erfüllte das Treffen beim Abschlussritual.

 Der Dialog wurde nicht nur durch das Sprechen miteinander möglich, sondern auch durch den Ort des Treffens. Die einladende Atmosphäre des Klosters St. Giuseppe, die offensichtliche Freude von Sr. Giacinta, dass wir nach Assisi gekommen waren, die Vorbereitungen durch Sr. Mariangela und die anderen Schwestern der Gemeinschaft, die gemeinsame Liturgie und der Abend mit den jungen philippinischen Schwestern, die uns mit Tänzen erfreuten, das alles half zur Lockerung, wo nonverbale Kommunikation ebenso wichtig war wie das Gespräch. Das gemeinsam gesungene Lied „Laudato si, o mi Signore“, “Sei gepriesen, o mein Herr“, das Gebet des Hl. Franziskus, gab uns Worte in den Mund, die alle verstanden.

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D i e  B e n e d i k t i n e r i n n e n  i n  I t a l i e n

Nach dem Catalogus Monasteriorum OSB sororum et monialum 2000 gibt es fünf Föderationen von Nonnen in Italien: die Föderation Centro-Meridionalis mit 10 Klöstern, die Föderation Piceni-Marchae Inferioris mit 13 Klöstern, die Föderation Italiae Septentionalis mit 10 Klöstern, die Föderation Tusciae mit 7 Klöstern, und die Föderation Umbrae-Marchiae mit 9 Klöstern. Aber seit dem Jahr 2000 wurden einige dieser Klöster geschlossen, und viele teilen die Schwierigkeiten Gesamt-Europas: wenig Berufungen und alternde Gemeinschaften. Aber es gibt auch einige aufblühende Klöster. Diese fünf Föderationen stehen in engem Kontakt miteinander, ihre Oberen treffen sich jährlich.

 Neben diesen Föderationen gibt es 100 Anschriften von Benediktinerinnen, Nonnen und Schwestern, die in Italien leben. Einige gehören zu internationalen Kongregationen wie die Benediktinerinnen von der Ewigen Anbetung oder die Camaldulenserinnen. Einige sind kleinere oder größere Kongregationen von benediktinischen Schwestern. Jede hat ihre eigene Geschichte und Struktur, und sie haben mehr oder weniger Kontakt mit anderen Benediktinerinnen. Es gibt bis jetzt jedoch keine Vernetzung in der Kommunikation dieser Häuser miteinander.

 Die auf dem Treffen anwesenden Italienerinnen sprachen von starken Veränderungen und Erneuerung nach dem 2. Vatikanischen Konzil, das jungen in Ausbildung befindlichen Benediktinerinnen die Möglichkeit monastischer und theologischer Studien eröffnete. Sie erzählten von Liturgie, die in vielen Konventen mit großer Sorgfalt gesungen wurde, sowohl auf Italienisch, als auch in Latein. In einer Reihe von Konventen wird gerne zur Begleitung des Psalmengesangs die Harfe verwendet. Das Fehlen eines Netzwerks aber, dem alle Benediktinerinnen in Italien angehören, erschwert dass man sich ein Bild von der monastischen Szene in ihrer ganzen Breite machen kann.

Das Treffen in Assisi –
eine Begegnung zwischen St. Franziskus und St. Benedikt

Viele Mitglieder der CIB-Konferenz erlebten zum ersten Mal diese schön umfriedete Stadt Assisi, die Stadt des heiligen Franziskus, mit ihren mittelalterlichen Straßen, Häusern und Kirchen, wieder hergestellt nach den Zerstörungen des Erdbebens von 1997. Die Benediktiner des 13. Jahrhunderts unterstützten Franziskus und Clara und erstellten Häuser für den ersten Konvent der Klarissen  in San Damiano. Das Benediktinerinnenkloster St. Giuseppe, in dem dieses Jahr unser Treffen stattfand, wurde 1226, im Todesjahr des heiligen Franziskus, gegründet. In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Haus des Bischofs, in dem Franziskus seine Kleidung ablegte und seinem Vater zurückgab, um allen Besitz dieser Welt aufzugeben. Genau gegenüber befindet sich die Basilika Santa Chiara, kurz nach St. Claras Tod gebaut. Dorthin zogen die Klarissen von San Damiano im Jahr 1260. Dort hat die blühende Gemeinschaft der Klarissen beim Grab der Heiligen uns während unseres Treffens am 17. September zu einer wunderschön gesungenen Vesper eingeladen. Für uns war es das Fest der Hl. Hildegard, für sie das Fest der Stigmata des Hl. Franziskus. In stillem Gebet vor dem Kreuz des Hl. Franziskus, das ursprünglich in San Damiano war, brachten wir die Hoffnungen und Nöte aller Benediktinerinnen vor Gott. Im Gebet vor diesem Kreuz hatte damals unser Herr vom Kreuz zu St. Franziskus gesprochen: „Gehe, Franziskus, baue meine Kirche auf. Du siehst, sie zerfällt zu einer Ruine.“

 Am Sonntagvormittag führte uns Sr. Maria Kolkìokotsa OFM, eine franziskanische Freundin unserer Gastgeberinnen, die für uns übersetzt hatte, zum Geburtsort des Heiligen und zur Basilika, die 1230 gebaut und mit vielen berühmten Fresken von Giotto und seiner Schule geschmückt ist. Dort beteten wir am Grab von St. Franziskus auf Polnisch und Englisch um Gottes Segen für unsere Klöster. Dort, in der Kapelle des Friedens im Kloster der Franziskaner,s feierten wir Eucharistie und beteten das Gebet des Hl. Franziskus: „Mache mich zum Werkzeug deines Friedens.“ Am Nachmittag besuchten viele von uns die Kirche San Damiano und waren tief bewegt von der friedvollen Atmosphäre dort. Es scheint, dass St. Franziskus auch heute den Benediktinern viel zu sagen hat.

Es folgt eine gekürzte Version des Berichtes, den die Moderatorin, Äbtissin Máire Hickey, beim Treffen der CIB-Konferenz am Morgen des 17. September 2004 gab.

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Bericht der Moderatorin vor den Delegierten der CIB,
Assisi im September 2004

Meine lieben Schwestern,

vor meinem Bericht möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf ein Dokument lenken, das seit einigen Monaten im Umlauf ist. Einige  von Ihnen werden es kennen, andere nicht. Es geht um ein Arbeitspapier, das von den zwei internationalen Vereinigungen der Generaloberen, UISG und USG, zur Vorbereitung auf den Kongress zum Gottgeweihten Leben im November dieses Jahres in Rom herausgegeben worden ist. Das übergeordnete Ziel des Kongresses ist es, „miteinander und im Bewusstsein der globalen Fragen zu ergründen, was der Geist Gottes mitten unter uns bewirkt, wohin der Geist uns führt, und wie wir auf die Herausforderungen unserer Zeit antworten können, um so zum allgemeinen Heil am Reich Gottes zu bauen (1 Kor 12,7).“

Diese Beschreibung des Hauptzieles für den Kongress zum Gottgeweihten Leben hat mir bei der Vorbereitung zu unserem Treffen hier geholfen, weil es mir die nötigen Worte an die Hand gegeben hat, um meinen Bericht damit zu beginnen. Ist das nicht genau das, was wir als Obere von Frauenklöstern, die nach der Regel des Hl. Benedikt leben, suchen? Ist nicht genau das der Grund, warum sich vor mehr als 30 Jahren Benediktinerinnen, Schwestern und Nonnen, getroffen haben, um eine Vereinigung zu entwerfen und aufzubauen, eine internationale Gemeinschaft, die uns bei dieser Aufgabe helfen kann? Es ist ein Zeichen für das Wirken des Geistes in der Kirche, dass die UISG und die USG gerade jetzt einen Kongress mit diesen Zielvorstellungen geplant haben. Und ebenso ist es ein Zeichen für das Wirken des Geistes, dass solche Vorstellungen nicht nur auf UISG/USG-Ebene zutage treten, sondern auch auf vielen anderen Ebenen und auf verschiedenste Weise. Besonders als Benediktinerinnen, Schwestern und Nonnen, versuchen wir miteinander und im Bewusstsein der globalen Fragen zu ergründen, was der Geist Gottes unter uns bewirkt, wohin er uns führt und wie wir auf die Herausforderungen unserer Zeit antworten können, um so zum allgemeinen Heil am Reich Gottes mitzubauen.

Unser Profil als das einer internationalen Gemeinschaft von Benediktinerinnen ist bisher noch nicht so klar umrissen, wie es hoffentlich eines Tages – so Gott will – sein wird. Die CIB ist nach wie vor eine junge Organisation und wir sind noch dabei, an unseren Fundamenten zu bauen. Deshalb wird sich auch vieles von dem, was ich zu berichten habe, auf organisatorische und geschäftliche Angelegenheiten beziehen. Lassen Sie uns das Arbeitspapier der UISG/USG als ein zeitgemäßes, uns entsprechendes Stichwort aufnehmen, das unseren Blick konzentriert auf unsere Kern-Ziele lenkt. Und lassen Sie uns beständig und unermüdlich vor Augen haben – auch während wir die Berichte über die weltumspannenden, alltäglichen Aktivitäten unserer Vereinigung hören – dass es das und nichts anderes ist, wofür wir uns hier einsetzen.

Im Rückblick auf das seit unserem Treffen in Sydney vergangene Jahr, kann ich, was die Arbeit an den Grundlagen der CIB angeht, von beständigem, stetigem Fortschritt berichten.

  • M. Joanna und Abt Richard haben unser Gesuch vorbereitet, das in der kommenden Woche dem Äbtekongress in S. Anselmo vorgestellt werden soll. Darin geht es um die ausdrückliche Anerkennung der CIB in der Lex Propria der benediktinischen Konföderation. Sobald die Zustimmung der Äbte vorliegt, haben wir eines der  Ziele erreicht, die wir uns vor fünf Jahren in St. Louis gesetzt haben.
  • Die einleitenden, nötigen Klärungen, damit die CIB rechtlichen Status erlangt, sind vorangekommen. Wir haben herausgefunden, dass es möglich ist, eine Vereinigung innerhalb der CIB zu gründen – im deutschen Recht entspricht das dem Begriff einer juristischen Person – wodurch es möglich ist, auf Spenden eine Steuerermäßigung zu bekommen. Während unseres Treffens möchten wir die Ergebnisse unserer Bemühungen noch detaillierter vorstellen und Ihre Zustimmung erbitten, damit der Administrativrat auf seinem einmal eingeschlagenen Weg weitergehen kann.
  • Die Pläne für das Symposium 2006 sind im Entstehen. Wir haben Leitlinien für alle, die an der Vorbereitung von CIB-Symposien beteiligt sind, aufgestellt. Dies und die beträchtlichen Erfahrungen, die wir bei vier Symposien und auf dem Colloquium 2000 gesammelt haben, werden dazu beitragen, dass unsere Treffen in der Welt des 21. Jahrhunderts ein Zeichen für unser benediktinisches Charisma, für die Suche nach Gott und unser Bemühen in seinem Dienst sein können.

Die CIB ist keine  Vereinigung (Struktur), die Rechtsprechung oder Vollmacht ausübt. Jedes Kloster, jede Kongregation, jede Föderation bleibt weiter in den kanonischen Rechts-Strukturen, in die sie bisher eingebunden ist. Wir sind vielmehr ein geisterfülltes Kommunikations-Netz für die Frauenklöster, angeschlossen an die Confoederatio Benedictina, mit weitgestecken Zielen, um klösterliches Leben von Frauen, die nach der Regel des Hl. Benedikt leben, ins 21. Jahrhundert zu tragen. Die Kommunikation innerhalb dieses Netzwerkes nimmt von Jahr zu Jahr zu. Benediktinerinnen auf der ganzen Welt lernen einander kennen, ermutigen einander auf dem gemeinsamen klösterlichen Weg und lernen Zusammenarbeit, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Jedes vergangene Jahr bringt mich als Moderatorin – und sicher auch viele von Ihnen in ihrer jeweiligen Region und in ihrem Erfahrungsbereich – in Berührung mit Aspekten heutigen benediktinischen Lebens, die mir neu sind. Ich würde gerne einige Erfahrungen, die ich im vergangenen Jahr gemacht habe, aber auch einige Gedanken und Fragen, die mir begegnet sind, mit Ihnen teilen.

Das erste Symposium 1987 brachte den „Großen Sprung nach vorn“, indem es benediktinische Nonnen und Schwestern erstmals zusammenbrachte, um ihre Erfahrungen im Blick auf die unterschiedlichen Formen gottgeweihten Lebens innerhalb einer gemeinsamen benediktinischen Spiritualität miteinander zu teilen. Die Begegnung und das Teilen, das 1987 begann, trägt weiterhin Frucht für alle, die daran Anteil nehmen. Für viele ist es eine Ermutigung und Bestärkung, von der Existenz der CIB zu wissen, und Informationen und Berichte zu erhalten – auch wenn sie an keinem der Treffen teilnehmen können. Vielleicht werden wir nie alle erreichen. Das muss auch nicht sein. Aber wenn wir merken, dass es Bereiche gibt, die wir nicht so gut erreichen, sollten wir uns m. E. fragen, warum das so ist. Es betrifft mich schon, dass – obwohl es viele Nonnen gibt, die sehr wertvolle Beiträge zum Aufbau der CIB geleistet haben, es doch im Allgemeinen leichter ist, Schwestern als Nonnen für die Mitarbeit zu gewinnen. Dafür gibt es sicherlich verschiedene Gründe und ich beanspruche keinesfalls, sie alle zu kennen. Aber ich meine, wir sollten diese Tatsache im Blick behalten und versuchen, ihre Bedeutung für uns zu verstehen.

Als ich das UISG/USG-Arbeitspapier gelesen habe, stellte ich beeindruckt fest, dass die Kongregationen des Apostolischen Lebens (die Klöster der Nonnen sind nicht Mitglied der UISG) Erneuerung erfahren haben, als sie auf die Tatsache, dass sie im Lauf der Jahre viele ihrer apostolischen Tätigkeitsbereiche aufgeben mussten, antworteten, indem sie versuchten, die kontemplative Dimension ihrer christlichen Berufung zu vertiefen. Sie nehmen ihre große Liebe zur Schrift und ihre Sehnsucht nach Vereinigung mit Gott im Gebet hinein in ihre Überlegungen zur Situation der Menschen, denen sie dienen, zu Fragen der Globalisierung, zur Machtlosigkeit der Armen jeglicher Art, und ebenso in ihre Anstrengungen, Samen des Friedens und der Geschwisterlichkeit überall dort zu säen, wo sie gerade sind (VC 108, UISG paper S. 17).

Ich wüsste gern, wie die Klöster der Nonnen, auch unsere benediktinischen Klöster, auf dieses Papier antworten würden. Was würden sie dazu sagen? Würden sie die kontemplative Dimension, so wie sie selbst sie verstehen und zu leben suchen, auf diesen Seiten wieder finden? In einem gewissen Ausmaß bestimmt; aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass einige sagen würden: „Ja, aber es gibt da doch etwas Wesentliches, was wir unter christlichem kontemplativem Leben verstehen, das ich in diesem Arbeitspapier nicht berücksichtigt finde.“ Das könnte etwas für das gottgeweihte Leben, für die Kirche und für das Reich Gottes sehr Vitales berühren. Und ich glaube, dass die CIB, die sich ja aus Frauen zusammensetzt, die in sehr unterschiedlichen monastischen Formen leben, eine einzigartige Gelegenheit bietet, gemeinsam das kontemplative Herzstück christlichen Lebens und christlicher Liebe aufzuspüren – nicht in Theologie und akademischer Forschung, sondern im konkreten Leben, indem wir Türen für Menschen aller Lebenswege öffnen, um ihnen dieses christliche Leben nahe zu bringen und Rede und Antwort zu stehen.

Als Benediktinerinnen des 21. Jahrhunderts möchten wir die Botschaft von Subiaco mit der Kirche und der Welt teilen. Wenn wir Subiaco besuchen, gehen wir, wie Sie alle wissen,  in die Grotte der Anbetung und der Kontemplation, in der Benedikt viel Zeit im Gebet verbracht hat. Ebenso gehen wir in die Grotte der Hirten, in der Benedikt die Menschen aus der Umgebung, die zur Unterweisung, Ermutigung und um der Tröstungen des Glaubens willen zu ihm kamen, gelehrt hat. Unsere Klöster heute haben auch alle eine Grotte der Kontemplation und eine Grotte der Hirten in ihren Mauern, und jede von uns bewegt sich zwischen diesen beiden hin und her. Jedes Kloster und jede Kongregation hat ihr ganz persönliches Profil, das sich aus dem Platz, den diese beiden Grotten im Leben und in der Sendung der Gemeinschaft und jeder einzelnen einnehmen, ergibt. Vielleicht haben wir, mehr als jede andere Familie gottgeweihten Lebens, die Botschaft zu vermitteln, dass diese beiden Grotten, die die verschiedenen Profile klösterlichen Lebens in sich bergen, untrennbar miteinander verbunden sind.

Ich vermute, dass viele Nonnen einiges, was ihre Erfahrung mit diesen beiden Grotten angeht, mitzuteilen hätten, was zu hören für uns eine Bereicherung wäre. Und vielleicht würden sie wiederum Bereicherung und Hilfestellung für sich erfahren, wenn sie mehr von anderen erfahren würden, die bereits in diesem Prozess stehen, und von denen, die unterschiedliche Weisen benediktinischen Lebens verwirklichen. Je mehr Gemeinschaften ich kennen lerne, umso klarer wird es für mich, dass die Form benediktinischen Lebens, wie sie in den Nonnenklöstern gelebt wird, etwas hat, das wesentlich für alle Benediktiner ist; genauso, wie die mehr geschlossenen Klöster in Situationen, in denen sie herausgefordert sind, ihr Charisma im rapide sich ändernden Klima der postmodernen Welt zu bewahren, sehr von der Kompetenz offenerer Gemeinschaften profitieren können. Wie kann jede von uns das ihr und ihrer Gemeinschaft angemessene Gleichgewicht zwischen den beiden Grotten finden, um so durch die jeweilige klösterliche Lebensform die Botschaft des Evangeliums zu vermitteln? Das Netzwerk der CIB will jeder von uns bei ihrer Suche nach diesem Gleichgewicht helfen.

Ich hatte Kontakt mit vielen Klöstern und habe in den vergangenen Jahren viele besucht. Jedes Mal ist das eine große Freude und Bereicherung. Es ist ein sehr großes Privileg, Empfänger so großen Vertrauens zu sein, wenn eine Gemeinschaft ihren Reichtum, ihre Hoffnungen und ihre Schwierigkeiten teilt. Es gibt einige sehr neue und zerbrechliche Vorhaben, die der Anleitung und klugen Ermutigung bedürfen. Andere stehen an einem Scheideweg und brauchen Unterstützung innerhalb der benediktinischen Familie, um eine mutige Vision in die Tat umzusetzen. Wieder anderen fehlt praktisches Wissen in zeitgemäßen Bereichen – geschäftliche Fertigkeiten, Kommunikations- und Führungskompetenz. Das kann eine ernorme Verschwendung geistlicher Energien verursachen. Andere Klöster werden mit großer Sicherheit in Kürze geschlossen, weil seit vielen Jahren dort keine jungen Schwestern mehr eingetreten sind. Die CIB kann weder finanzielle noch personelle Schwierigkeiten für irgendeine Gemeinschaft beheben, noch kann sie Konflikte lösen, die selbst die besten Gemeinschaften schwer belasten können. Aber die CIB kann uns helfen, unsere Ressourcen zu sammeln und weiterhin voneinander zu lernen. Wir können einander bestärken, indem wir uns im Eifer für ein authentisches klösterliches Leben ermutigen, das seinen Mittelpunkt ausschließlich in Jesus Christus hat, in dem Gott für uns Mensch geworden ist, dem wir niemanden und nichts vorziehen, und dem wir uns leidenschaftlich in unseren Brüdern und Schwestern hingeben.

Im UISG-Papier wird die Frage gestellt: „Was bewirkt der Heilige Geist heute in gottgeweihtem Leben? Wie können wir das erkennen, beschreiben und vergegenwärtigen? … Zu welchen neuen Quellen und zu welchen neuen Wegen führt uns dieses gottgeweihte Leben, das da neu im Entstehen ist?“ Meine lieben Schwestern, die CIB ist dafür da, um benediktinischen Nonnen und Schwestern in der ganzen Welt bei der Suche nach spezifisch benediktinischen Antworten auf diese Fragen zu helfen. Helfen wir einander, egal, ob wir Nonnen oder Schwestern sind, damit wir authentische Benediktinerinnen im 21. Jahrhundert sind; und damit wir so dem Geist des auferstandenen Herrn ermöglichen, unser Leben für das Reich seines Vaters fruchtbar zu machen.


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SUCHE DEN FRIEDEN UND JAGE IHM NACH
(RB Prol. 17; Ps. 34,15)

Der Vortrag, den Sr. Margaret Malone 2003 in Sydney unter dem oben genannten Titel gehalten hatte, war den Teilnehmerinnen schon vor dem Treffen in Assisi zugegangen mit der Bitte zu überlegen, was sie an dem Text am meisten interessierte, und was sie am meisten herausforderte. Die Gruppengespräche zum Thema Versöhnung waren ein Versuch, unsere Treffen dazu zu nutzen, unser Verständnis monastischen Lebens zu vertiefen und voneinander zu lernen. Vier Mitglieder der CIB-Konferenz wurden gebeten, bei einem Podium über eine Erfahrung von Versöhnung zu sprechen. Hier folgen einige Auszüge aus dem Gespräch:

Wenn die Gnade Gottes nicht das Herz erreicht, 
werden weder Rat, noch Ermahnung, noch Taten viel erreichen; 
sie können nicht zu Umkehr führen. ...
 (zitiert von M. Henriette)

Eine Exerzitienerfahrung

Voriges Jahr konnten wir keinen Exerzitienmeister für unsere Jahresexerzitien finden, so entschlossen wir uns, sie unter uns zu halten, und zwar anhand des Vaterunser. Wir kamen überein, einen Bußgottesdienst zu halten, wenn wir zu dem Abschnitt „vergib uns unsere Schuld ...“ kämen. Wir versammelten uns in einem Raum, den wir alle sehr schätzen – er ist schön – die Stühle standen im Kreis, in der Mitte des Raums lag als Zentrum ein Stück Stoff aus Tansania mit einer Herz-Jesu-Darstellung (Geschenk eines befreundeten Missionars), umgeben von kleinen Steinen. Nach einer Zeit der Einstimmung mit Liedern und Lesungen begannen wir, in spontaner Weise mit Schuldbekenntnissen, indem wir dabei jeweils einen Stein auf das Herz Jesu auf dem Boden legten. Wir konnten wählen, wohin wir ihn legen wollten: auf das Herz, die Hände, den Kopf, die Füße ... wo es für die einzelne am aussagekräftigsten war. Ich war tief bewegt zu sehen, dass jede Schwester etwas bekannte. Diese Bußfeier dauerte länger als gewöhnlich. Am letzten Tag der Exerzitien traf die Bitte des Vaterunsers “Dein Reich komme.”; dieses Mal folgten wir nämlich nicht der normalen Abfolge der Bitten. Wieder um das Herz-Jesu-Bild versammelt, das noch, bedeckt mit den Steinen, dort lag, fingen wir an, die Höhepunkte der Exerzitien miteinander zu teilen. Nach jedem Beitrag nahmen wir unseren Stein vom Boden und legten ihn in eine durchsichtige Vase mit Wasser, als ein Zeichen dafür, dass wir neu geboren sind, dass alles durch das Wasser unserer Taufe gereinigt ist und ein neues Leben begonnen hat. Diese Art von Litanei ging vor sich im Rhythmus von Liedern und Refrains. Es war für uns alle ein sehr wichtiger und starker Impuls.  (M. Vera Lucia Horta)

Ein Gründonnerstagsritual

Jedes Jahr am Gründonnerstag gehen wir am Ende der Laudes in Prozession zum Kapitelsaal. Zuerst wird Kapitel 72 der Benediktsregel vorgelesen; danach sind wir eingeladen, einander die Hände zu waschen als Ausdruck unseres Wunsches, einander in Liebe und Demut zu dienen. ... Während dieser Zeremonie denkt jede im Herzen und im Gebet an die Schwester, zu der ihre Beziehung schwierig ist; später, im Lauf des Tages, kann sie diese Schwester mit einer persönlichen Geste ihr gegenüber aufsuchen als eine Form der Bitte um Vergebung und der Versöhnung. Wenn dies Ritual beendet ist, kann jede Schwester, entsprechend ihrem Choralter, in Gegenwart der Kommunität ihre Fehler und ihren Mangel an Liebe bekennen und sie um Vergebung bitten. Nach dem letzten Bekenntnis wird eine Exhorte gegeben, die uns einlädt, uns dem brennenden Herzen der Liebe des Erlösers anzuvertrauen. Am Abend dieses Tages findet die überlieferte Zeremonie des Mandatum statt, während dessen die Priorin zwölf Schwestern die Füße wäscht und damit die Feier des Letzten Abendmahls und den Anfang des Österlichen Triduums beginnt.

 (M. Henriette Wendbala Kalmogo)

Die Werkzeuge des Hl. Benedikt

Meine Kommunität ist aus Nonnen aus zwei verschiedenen Gemeinschaften zusammengesetzt. Das bedeutet: Es gibt Schwestern, die persönlich die Freuden und Leiden dieser Fusion erlebt haben, und dieses Ereignis ist in ihrem täglichen Leben auch heute noch gegenwärtig. Außerdem kommen „die Neuen“, das heißt die, die zu keiner der oben genannten Gemeinschaften gehörten, aus verschiedenen Ländern. Das Ergebnis ist eine sehr verschiedenartige Gruppe, die infolge ihrer Unterschiedlichkeit große Schwierigkeiten hat, Tag für Tag die Beständigkeit zu leben. Wir halten uns an die üblichen Riten: das Gebet des Vaterunser während der Liturgie, von Benedikt ausdrücklich empfohlen wegen der „Dornen der Ärgernisse, die zu entstehen pflegen ... und zur Reinigung von solchen Fehlern (RB 13,12f), den Friedensgruß während der Eucharistiefeier, die Kommunion am gleichen Heiligen Tisch. Es gibt Begegnungen zur Versöhnung sowohl zwischen den Nonnen untereinander wie auch zwischen den Nonnen und der Äbtissin. Sie ist es, die als Vermittlerin wirkt, um denen wieder Frieden zu bringen, die Schwierigkeiten mit dem Gemeinschaftsleben haben.

 (M. Giacinta Soverino)

Eine Gemeinschaft, 
die nichts über Versöhnung zu sagen hat, 
hat nichts zu sagen.

Versöhnung in geschichtlichem Rahmen

Bei der Jubiläumsfeier des Todes unserer fünf Benediktinermissionare waren wir um einen Altar vor dem Gedenkkreuz versammelt und feierten die Eucharistie als Danksagung für unsere fünf Missionare, die gekommen waren, um das Evangelium auszubreiten. Abt Dionys von der Abtei Ndanda rief einen der Ältesten der Pfarrei auf; dieser gehörte zum Stamm der Wamatumbi, die die Anführer im Maji-Maji-Aufstand und für die Ermordung der Missionare verantwortlich gewesen waren. Der Abt bat um Verzeihung für die Fehler, die die Missionare in der Vergangenheit dadurch gemacht hatten, dass sie den Glauben und die Bräuche des Landes, in das sie gekommen waren, um zu evangelisieren, nicht verstanden und nicht achteten. Diese Fehler waren zum Teil Ursache für den Aufstand. Der Älteste seinerseits bat um Vergebung für den Mord. wir waren berührt durch diese Versöhnung. Es mussten hundert Jahre vergehen, bis sich dieser Augenblick der Versöhnung herauskristallisieren konnte. Es ist Geschenk Gottes, aber es ist zugleich eine Antwort des Volkes Gottes aus Herzen, die durch Leiden dafür bereitet wurden. Ein Symbol dafür sind die Kristalle, die sehr viele Jahre brauchen, um zu schönen Edelsteinen zu werden. (M. Irene Dabalus)

Versöhnung zwischen zwei Schwestern

Es wird eine Zusammenkunft in Gegenwart der Mutter Priorin vereinbart. Nach einer Zeit des Gebets (Anrufung des Heiligen Geistes, Lesung eines Abschnitts aus der Heiligen Schrift, kurzes Gebet der beiden Schwestern füreinander) sind beide eingeladen, nacheinander ihre eigene Sicht darzustellen. Jede darf ohne Unterbrechung zuende sprechen in einer Atmosphäre von Zuhören, Wohlwollen und Respekt. Sehr oft entsteht ein gutes Ergebnis, und das Gespräch schließt vielversprechend für die Wiederaufnahme einer guten und freundlichen Beziehung zwischen den beiden Beteiligten. (M. Henriette Wendbala Kalmogo)


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Benediktinischer Geist bei großen Versammlungen

Hatten Sie bei der Organisation einer Versammlung Schwierigkeiten, eine Atmosphäre im Sinne der Regel des Heiligen Benedikt aufrechtzuerhalten?

Beim Treffen in Assisi legte der Administrativrat Leitlinien zur Vorbereitung großer Treffen von Benediktinerinnen vor. Diese greifen die Aspekte der RB auf, die davon sprechen, Christus in der anderen zu sehen, und führen aus, wie dies in einem internationalen Treffen verwirklicht werden kann, wo viele neu sind, wo die Unterstützung durch einen vertrauten Zeitplan nicht gegeben ist und wo Ermüdung nach einer langen Reise die Fähigkeit verringert, offen und empfänglich für das zu sein, was einen umgibt. Eine andere Schwierigkeit bei großen Treffen ist, dass sie so voll von interessanter und informativer Aktivität sein können, dass die Ausrichtung auf das Wort Gottes mit Raum, auf den Hl. Geist zu hören, in Vergessenheit geraten kann. Der Administrativrat schlägt vor, eine Person zu bitten, speziell dafür verantwortlich zu sein, dass folgende Punkte beachtet werden:

Gastfreundschaft

  • Schaffen einer Atmosphäre gegenseitiger Aufmerksamkeit.
    Diejenigen, die mit der Umgebung vertrauter sind, sollen denen behilflich sein, die erstmals an diesem Ort oder erstmals unter diesen Menschen sind.
  • Einander begleiten – einander helfen.
    Diejenigen, die den Ort schon kennen, sollen sich besonders um eine der Neuen bemühen.
  • Offenheit und Sensibilität gegenüber allen Kulturen, sodass alle ohne Schwierigkeiten teilnehmen können (z. B. verwendete Sprachen, verfügbare Übersetzungen, die Art, Liturgie zu feiern, usw. ).
  • Bei der Planung darauf achten, dass, falls das Treffen in einem Männerkloster stattfindet, Anpassungen hinsichtlich der Frauen erforderlich sein können.
  • Rücksicht nehmen auf individuelle Bedürfnisse.
  • Zentrale Stellung des Wortes Gottes
    • Der Heiligen Schrift einen Ehrenplatz an einer zentralen Stelle des Gebets und/oder des Versammlungsraums geben.
    • Liturgie und Lectio sollten Schwerpunkte der Tagesordnung sein (Bewusstsein für die Themen der Tagesordnung); zum Beispiel:
      • Diskussionen sollten so geplant werden, dass Schrifttexte leicht einbezogen werden können.
      • Lectio sollte Teil des Prozesses sein (sei es persönliche oder gemeinsame Lesung). Die gemeinsame Lesung könnte während gemeinsamer Gebetszeiten und/oder als Strukturelement bei Diskussionen verwendet werden.
      • Gelegenheiten, sich zu stillem Gebet zu treffen (Zeiten dafür freihalten)

    Dies bleibt ein Ideal, aber der Vorschlag, diese Gesichtspunkte im Auge zu behalten und jemanden zu beauftragen, nach Wegen zu suchen, sie zu verwirklichen, ist eine wertvolle und hilfreiche Idee.

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    Nachrichten in Kürze

    Wechsel unter den Delegierten

    In den folgenden Regionen fanden Wahlen statt, die zu einem Wechsel der Delegierten für die CIB-Konferenz führten:

    Region 10 (Mexiko): Sr. Josephine Markiewicz aus Mexico City nimmt den Platz von M. Inés Sánchez Rendón ein.

    Region 12 (Cono Sur): M. Maria Teresa Ferrari aus Rafaela, Argentinien, nimmt den Platz von M. Letitia Riquelme ein.

    Region 13 (Korea, Taiwan, Vietnam und Japan): M. Dolores Hong von den Tutzinger Missions-Benediktinerinnen in Seoul nimmt den Platz von M. Cecilia Jeon ein. M. Luca Chin vertrat die Region als stellvertretende Delegierte bei dem Treffen in Australien.

    Region 14 (Philippinen): Mutter Mirijam Alejandrino, Generalpriorin von den Schwestern des Eucharistischen Königs, nimmt den Platz von Mutter Angelica Leviste ein. An dem Treffen in Assisi nahm für sie ihre Stellvertreterin M. Celeste Nidea teil.

    Region 18 (Südafrika): M. Theodora Ntuli aus dem Konvent Twasana, Vryheid, Südafrika, nimmt den Platz von M. Irmgard Poroto ein. M. Theodora war in den neunziger Jahren sechs Jahre lang Mitglied der Kommission beim Abtprimas.

    Administrativrat

    M. Jolanta Rzoska aus Żarnowiec in Polen wurde in den Administrativrat berufen. Sie hatte bereits an dem Treffen im Mai teilgenommen. Inzwischen ist M. Irmgard Poroto aus dem Amt ausgeschieden und ließ eine Stelle vakant, die hoffentlich bald wieder besetzt sein wird. Sr. Judith An Heble scheidet im Januar 2005 aus dem Amt als Priorin ihrer Gemeinschaft und als Präsidentin der Konferenz der Amerikanischen Priorinnen aus, Sr. Sonia Wagner aus ihrem Amt als Generalpriorin im Oktober 2005. M. Máire Hickeys Amtszeit als Äbtissin endet im November 2007.

    Todesfälle

    M. Maíre erinnerte an Äbtissin Flavie de Vanssay aus Limon, die seit dem Anfang im 1974 der Benediktinerinnen-Kommission angehörte und die dieses Jahr starb, an Äbtissin M. Luzia Ribeiro de Oliveira aus Belo Horizonte, die auch seit der Gründung zur Kommission gehörte und vor kurzem starb, sowie an Altäbtissin Agatha Rohtert aus Dinklage, die gebeten worden war, die historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen Benediktinern und Benediktinerinnen im 19. und 20. Jh. für die Kommission beim Abtprimas zu erforschen und die vor sechs Wochen starb. Ihr Buch, erstmals in deutscher Sprache unter dem Titel „Werdendes Gleichgewicht“ veröffentlicht, erschien kürzlich auf Englisch mit dem Titel „A Vision will come true“.

    (Bestellungen nimmt Sr. Monica Lewis entgegen: abtei@abteiburgdinklage.de)

    Internationale Gemeinschaften

    Abtprimas Notker Wolf sprach begeistert von der Möglichkeit, in wichtigen geographischen Zentren internationale Gemeinschaften zu errichten, vorausgesetzt, dass dies in der richtigen Weise geschieht. Im Augenblick entsteht eine solche internationale Gemeinschaft bei St. Paul vor den Mauern in Rom, und trotz irreführender Gerüchte hat er den Eindruck, es nehme einen guten Anfang. Andere Beispiele internationaler Gemeinschaften sind Le Source in Paris (Männer) und die Dormitio in Jerusalem (Männer). Abtprimas Notker sprach von zwei Modellen für internationale Gemeinschaften; in der einen Form sollen Mitglieder aus aller Welt ausgewogen vertreten sein; die andere Form hält enge Verbindung zu einer bestimmten Region, bezieht aber viele Mitglieder aus anderen Ländern ein. Das letztere Modell kann man in der Dormitio in Jerusalem verwirklicht sehen. In Israel kommen aus der dortigen kleinen christlichen Gemeinde keine Berufungen, und es ist notwendig, einen starken Zusammenhalt mit dem monastischen Leben in Deutschland zu pflegen. Die Deutsch sprechenden Klöster unterstützen das Kloster in Jerusalem finanziell, weil die gegenwärtige politische Situation die Anzahl von Pilgern ins Heilige Land stark reduziert hat, wodurch eine wichtige Einnahmequelle abgeschnitten wurde.

    In diesem Zusammenhang wurden auch die Probleme und Zukunftsaussichten der Benediktinerinnen auf dem Ölberg in Jerusalem und im Kloster Vanves in Paris diskutiert. M. Máire wiederholte, dass die CIB nicht in der Lage sei, die vielen Probleme überalterter Konvente zu lösen, ermutigte aber zum Aufbau eines Netzwerks zur Unterstützung. Idealerweise sollte es möglich sein, diese Fragen in der je eigenen Region anzugehen und die dortigen Erfahrungen zu nutzen und Unterstützung zu finden.

    Website

    Die CIB ist online. Die Adresse lautet: www.benedictines-cib.com. Informationen für die Website können an Sr. Monica Lewis geschickt werden (abtei@abteiburgdinklage.de). Sie wird sie weitergeben.

    Eine kontemplative Gemeinschaft im Vatikan

    Die Benediktinerinnen von Rosano wurden gebeten, für die nächsten fünf Jahre eine Benediktinische Gemeinschaft im Konvent Mater Ecclesia im Vatikan zu errichten. Mater Ecclesia hat die besondere Aufgabe, für den Heiligen Vater zu beten. Den Benediktinerinnen vorausgegangen waren Arme Klarissen und Karmelitinnen. Das Kloster von Rosano ist eine aufblühende italienische Gemeinschaft in Pantassieve, Italien.

    Symposium 2006

    Das nächste Symposium wird vom 7. bis zum 14. September 2006 in Sant’ Anselmo stattfinden. Die CIB-Konferenz wird sich am 6. und am 15. September 2006 treffen, auch um den Administrativrat für die nächsten vier Jahre zu wählen. Als Thema für das Symposium wurde „Leitungdienst“ vorgeschlagen. Verschiedene Aspekte dieses Themas wurden beim Treffen in Assisi vorgeschlagen, aber dem Administrativrat bleibt die Aufgabe, die Vorschläge auszuarbeiten und Referenten einzuladen. Wie beim Symposium 2002 wird von jeder Region auch eine Schwester eingeladen, die ihre ewige Profess innerhalb der vergangenen fünf Jahre abgelegt hat. Die Anzahl der Eingeladenen für jede Region wird beim nächsten Konferenz-Treffen bekannt gegeben.

    CIB-Konferenz 2005

    Das nächste Jahrestreffen der CIB-Konferenz wird vom 5. bis zum 15. September 2005 in Polen stattfinden. Vom 6. bis zum 8. September wird ein Arbeitstreffen in Warschau stattfinden. Die anderen Tage sind für Besuche in polnischen Gemeinschaften vorgesehen.

    Sekretariat der CIB in Assisi

    M. Giacinta hat der CIB angeboten, einen Raum ihres Klosters als Sekretariat für die CIB zu nutzen. Dies wurde begeistert aufgenommen, da die Pläne für ein Sekretariat in Sant’ Anselmo nicht verwirklicht werden konnten und der Raumbedarf zur Gründung eines Archivs von Jahr zu Jahr wächst. Die Art, wie die Delegierten der Konferenz beim diesjährigen Treffen willkommen geheißen wurden, bewirkte, dass jede sich zuhause fühlte. Deshalb freuen sich alle, an S. Giuseppe in Assisi als an ein Zentrum zu denken, wo Treffen für Benediktinerinnen vorbereitet werden können. Vielen Dank an M. Giacinta für diese Angebot.

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    DOKUMENTATION

    Der neue Text der Nummern 7, 8 und 9 der Lex Propria, wie er von Abtpräses Richard Yeo vorgeschlagen und vom Äbtekongress beschlossen wurde.

    (siehe dazu den Artikel oben).

      Caput III

      De collaboratione inter mulieres O.S.B.

       

      7. Quo melius inter monasteria, Foederationes atque Instituta mulierum
      O.S.B. foveatur collaboratio fraterna, constituitur in gremio Confoederationis Communio Internationalis Benedictinarum, quae regitur statutis propriis, ab Abbate Primate confirmatis.

      8. Monasteria, Foederationes atque Instituta mulierum O.S.B. quae cum Confoederatione consociantur ipso iure Communioni Internationali Benedictinarum adscribuntur.

      9. Communio Internationalis Benedictinarum consilium pro oportunitate dat Abbati Primati de negotiis ad mulieres O.S.B. spectantibus.

    Die deutsche Übersetzung:

    Kapitel III

    Die Zusammenarbeit der Benediktinerinnen untereinander

      7. Um die geschwisterliche Zusammenarbeit zwischen den Klöstern, Föderationen und Instituten von Benediktinerinnen zu fördern, wird im Rahmen der Konföderation die Communio Internationalis Benedictinarum errichtet, die sich nach eigenen vom Abtprimas bestätigten Statuten richtet.

      8. Klöster, Föderationen und Institute von Benediktinerinnen, die mit der Konföderation consoziiert sind, werden durch ebendieses Recht der Communio Internationalis Benedictinarum adskribiert.

      9. Die Communio Internationalis Benedictinarum berät den Abtprimas bei entsprechender Gelegenheit in Angelegenheiten, die benediktinische Frauen betreffen.

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    Bericht der Moderatorin an den Äbtekongress
    September 2004 in S. Anselmo

    Lieber ehrwürdiger Abtprimas, ehrwürdige Abtpräsides, Äbte, liebe Brüder und Schwestern,

    Einleitung

    Im Namen aller Mitglieder der CIB-Konferenz, die an diesem Treffen teilgenommen haben, möchte ich zum Ausdruck bringen, wie sehr wir die Einladung des Abtprimas an uns und den Geist der Brüderlichkeit in Christus zu schätzen wissen, in dem Sie alle uns in ihrem Kreis in diesen Tagen willkommen geheißen haben. Es sind besondere Tage für uns in vieler Hinsicht, wofür wir tief dankbar sind. Vielen Dank auch für das Interesse, das Sie der CIB entgegenbringen. Meine Aufgabe als Moderatorin ist es, einen Bericht über wichtige Entwicklungen seit dem Kongress von 2000 zu geben.

    Was ist die CIB?

    Viele von Ihnen sind neue Mitglieder des Äbtekongresses und wahrscheinlich ist Ihnen die CIB nicht bekannt. Erlauben Sie mir deshalb in Ihrem Interesse, uns vorzustellen. Im Laufe der 1970er Jahre erkannte der damalige Abtprimas Rembert Weakland, zusammen mit einer Gruppe von Nonnen und Schwestern, die er zur Zusammenarbeit bei der Vorbereitung des neuen CIC eingeladen hatte, die Notwendigkeit, den Status von Nonnen und Schwestern innerhalb der Confoederatio Benedictina zu verändern. Diese Konföderation war 1893 gegründet worden als Assoziation von Kongregationen von Männerklöstern, die nach der Regel des hl. Benedikt leben. Kongregationen und Klöster von Frauen, mussten, um vom Hl. Stuhl als Benediktinerinnen anerkannt zu werden, in irgendeiner Form der Konföderation assoziiert werden, konnten jedoch nicht deren Mitglieder sein. 80 Jahre lang hatte dies offenbar niemanden sonderlich beunruhigt. Jetzt aber, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, leben wir in einer Gesellschaft, in der weltweit sich entwickelnde Demokratie erkannte, dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer. Katholische Frauen waren aufgerufen, ihren eigenen Status als Frauen in der Gesellschaft, im Berufsleben, in der Familie und in der Kirche zu überprüfen. Ich denke, Sie werden, ohne dass ich ins Detail gehe, verstehen, dass es von etwa 1974 an zunehmend peinlich für benediktinische Frauen wurde, wenn sie auf die Frage von anderen Männern oder Frauen, zu welchem Orden sie gehörten, antworten mussten, dass die benediktinische Existenz ihrer eigenen Kongregation oder ihres eigenen Klosters von der Aggregation an eine Kongregation von Männern abhänge, in der sie aber nicht Mitglied sein konnten.

    Die Kommission der Nonnen und die Kommission der Schwestern, von Abtprimas Rembert Weakland ursprünglich gegründet um ihn im Zusammenhang mit dem neuen Codex zu beraten, bekam nach Abschluss der Arbeit am Codex einen neuen Auftrag. Abtprimas Viktor Dammertz schloss 1987 die beiden Kommissionen zu einer zusammen und ordnete die Mitgliedschaft neu, so dass die Kommission 18 (später 19) Sprachregionen repräsentierte. Ihre Aufgabe war es, in Zusammenarbeit mit dem Abtprimas, für die Kommunitäten von Frauen, die nach der Regel des hl. Benedikt leben, eine Struktur und einen Status zu suchen, der innerhalb der Kirche und in die Gesellschaft hinein in einer befriedigenderen Weise als bis dahin die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in ihrer einander ergänzenden Existenz als Bild Gottes und Glieder des Leibes Christi ausdrücken würde.

    Ermutigt von den folgenden Abtprimaten Jerome Theissen, Marcel Rooney und Notker Wolf, baute die Kommission ein Netzwerk unter den Frauenkommunitäten in den 19 Regionen auf. Jede Region wählt eine Delegierte, die an dem jährlichen Treffen teilnimmt, und eine Vertreterin, die teilnehmen kann. Seit 1996 gibt es eine ständige Sekretärin für die Kommission. 1998 wählte die Konferenz  auf vier Jahre eine Moderatorin und einen Administrativrat. Inzwischen arbeitete die Gruppe, mit Hilfe von Abt Richard Yeo, Statuten aus.

    Beim Treffen der Konferenz, das vor dem Äbtekongress 2000 stattfand, setzten wir uns das Ziel, die Arbeit an den Statuten abzuschließen, in der Absicht, sie beim Äbtekongress 2004 offiziell vorzulegen. Diese formelle Vorlage würde zu einer Bitte an den Kongress führen, die Passagen, die sich in der Lex Propria auf die Beziehungen zwischen den Kommunitäten von Frauen und der Konföderation beziehen, zu aktualisieren und somit das Dokument den Veränderungen anzupassen, die seit dem Erscheinen der Lex Propria 1983 stattgefunden haben.

    Entwicklungen bis 2004

    Beim Treffen der Kommission 2001 in Nairobi stimmte man für den Namen Communio Internationalis Benedictinarum für die Gesamtheit benediktinischer Frauen in der ganzen Welt, die mit der Konföderation konsoziiert sind. (Consociatio war der neue Begriff, den die Lex Propria von 1983 für die Beziehung zwischen den Kongregationen/Kommunitäten von Frauen und der Konföderation verwendet.) Im September 2002 wurden die Statuten durch den Abtprimas approbiert. Ein Jahr später, im September 2003, bat die CIB den Abtprimas, der Präsidessynode zur vorläufigen Approbation einen Entwurf ihrer Bitte um Änderungen in der Lex Propria vorzulegen. Heute nach der Pause wird Abtpräses Richard dem Kongress unseren Antrag vorlegen und um Ihre Zustimmung bitten.

    Außer den Bemühungen um Klärung der Beziehung zwischen der neuen weltweiten Communio der benediktinischen Nonnen und Schwestern und der Konföderation haben wir in den letzten vier Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht.

    • Das Finanzkomitee, das seinen Auftrag 2003 vom Administrativrat erhielt, arbeitet effektiv. Die Konferenz der CIB trifft sich jährlich einmal, der Administrativrat zwei Mal im Jahr. Die Aufgabe des Finanzkomitees ist es, die Mittel der Konferenz zu verwalten, Geld zu besorgen, um die Reise- und sonstigen Kosten derer zu decken, die nicht selbst für die Teilnahme an den Treffen oder Symposien aufkommen können (das nennen wir den Solidaritätsfonds) und um die laufenden Kosten der Organisation zu decken. Die Regionen zahlen einen jährlichen Beitrag, so wie es ihnen möglich ist. Die Schatzmeisterin fordert zu Zuwendungen über diese Beiträge hinaus auf.
    • Die Klärungen, die dem Erwerb eines rechtlichen Status für die CIB vorausgehen müssen, sind in einem fortgeschrittenem Stadium. Wir haben geklärt, dass es für uns möglich wäre, aus der CIB heraus eine Assoziation zu gründen, in deutschem Recht als juristische Person anerkannt und rechtsfähig, Partner eines Vertrags zu sein, Eigentum zu erwerben, Spenden anzunehmen und die steuerlichen Vorteile in Anspruch zu nehmen, die gemeinnützigen Assoziationen zustehen.
    • Wir hatten gehofft, in naher Zukunft ein Büro in S. Anselmo haben zu können, das wir als Sekretariat nutzen könnten, mussten diese Idee aber, wenigstens für die Gegenwart, aufgeben infolge der Verzögerungen im hiesigen Bauprogramm. M. Giacinta, Delegierte der Konferenz für Region 1, war so freundlich, uns einen Raum in ihrem Kloster S. Giuseppe in Assisi anzubieten, den wir wenigstens zur Zeit benutzen können.
    • Das erste Ziel der CIB ist, wie Sie in unseren Statuten lesen können, gegenseitige Unterstützung und Austausch von Gedanken und Erfahrungen unter benediktinischen Frauen auf internationaler Ebene zu fördern und die Entwicklung weiblichen Mönchtums zu unterstützen. Wir wünschen uns, dass alle benediktinischen Frauenkommunitäten Gewinn von dieser gegenseitigen Unterstützung und dem Austausch untereinander haben können. Es ist aber ein langer Prozess erforderlich, um das Netzwerk von Kommunikation und Unterstützung aufzubauen, in das jeder einbezogen werden kann, wie es z. B. in der Benediktinischen Konföderation der Fall ist. Um Interesse und Bewusstsein an der Basis zu fördern, halten wir unsere Treffen meist jedes Jahr an einem anderen Ort. Das gibt uns die Möglichkeit, wenigstens eine ganze Kommunität einer Region zu treffen wie auch viele Schwestern aus der Umgebung, die zu einem Teil der Zusammenkunft kommen,. Seit dem letzten Äbtekongress haben wir solche Treffen in Nairobi, in Sydney und in Assisi gehalten. Unser nächstes Treffen wird im September 2005 in Polen stattfinden. Wir hoffen, dort auch einige der benediktinischen Nonnen aus Litauen und vielleicht sogar der Ukraine zu treffen. Diese Zusammenkünfte helfen unseren Schwestern, die Ziele der CIB zu verstehen, von dem Geschehen für ihr eigenes monastisches Leben in ihrer eigenen Region zu profitieren und ermutigt zu werden, Wege der Teilnahme zu finden.
    • Planungen für das Symposium 2006 sind im Gange. Unser Leitthema wird sein: „Benediktinischer Führungsstil in unserer Zeit.“
    • Vor einigen Monaten haben wir eine Website eröffnet unter der Adresse: www.benedictines-cib.com.
  • Wie sehen wir die Bedeutung der CIB für die Zukunft?
  • Als der Abtprimas zu Beginn dieses Kongresses die CIB erwähnte, sagte er, unser Ziel sei es nicht, ein rechtliches Element innerhalb der Strukturen geweihten Lebens zu werden. Wir suchen mehr: das monastische Leben von Frauen zu fördern auf geistlicher und brüderlicher Ebene.

    Das ist wahr. Die CIB umfasst Gemeinschaften von Nonnen und Gemeinschaften von Schwestern, jede von ihnen einzigartig in ihrer Geschichte und ihrer speziellen Form des monastischen Charisma. Die Verwendung des Namens „Communio Internationalis Benedictinarum“ tangiert in keiner Weise bereits bestehende juridische Strukturen, in denen eine konkrete Gemeinschaft existiert. Indem wir wachsen in Respekt und Wertschätzung für die verschiedenen spezifischen Werte der unterschiedlichen Formen benediktinischen Lebens, werden wir uns auch tiefer dessen bewusst, was die kontemplativ-monstischen Grundlagen sind, die wir alle gemeinsam haben. Wir hoffen, dass die CIB für alle unsere Kommunitäten, solche der traditionellen klausurierten Form und solche der sogenannten apostolischen Form, eine Hilfe dazu sein wird, unsere Wurzeln tiefer einzusenken in die kontemplative Erde monastischen Betens und monastischer Gemeinschaft, und dazu, durch unser Gebet und unser Leben allen, die wir Gäste unserer monastischen Gemeinschaften nennen, eine Weltanschauung und eine Lebensweise weiterzugeben, deren Zentrum ganz in Jesus Christus liegt.

    Als Benediktinerinnen wissen wir, dass Spiritualität sich einfach eine Sache von Meditation und Gebet, geistlicher Lesung, Studium und ein Weg persönlicher Heiligung ist. Eine Kommunität aufzubauen, eine domus Dei, ein Haus Gottes, wie die Regel des hl. Benedikt es uns zeigt, mit seinen hohen Anforderungen in Gemeinschaftsleben und Gastfreundschaft, schließt die Entwicklung all unserer Fähigkeiten menschlicher Kommunikation und Organisation ein wie auch, im Rahmen der Realität des sozialen Umfelds des Klosters, das Finden von Wegen zum Erwerb unseres Lebensunterhalts, die uns ermöglichen, ein Leben tiefen Gebetes und geschwisterlicher Gemeinschaft zu führen. Die Natur der CIB selbst und ihre Arbeitsweise wird diese Botschaft benediktinischer Spiritualität für unsere Zeit allen vermitteln, die einbezogen werden.

    Jetzt, wo wir eine funktionierende Organisation aufgebaut haben, werden unsere Treffen mehr Raum haben, andere spirituelle Aspekte vorzubereiten als das bisher der Fall war. Wir haben nicht vor, einen neuen juridischen Status zu suchen; das schließt aber nicht die Möglichkeit aus, dass eine Zeit kommen könnte, in der Mitglieder der CIB die Frage stellen werden, ob consociatio im gegenwärtigen Verständnis des Kirchenrechts auf lange Sicht die geeignetste Form der Beziehung zwischen den Mönchen der benediktinischen Konföderation und ihren Schwestern ist. Das ist aber keine Frage für die unmittelbare Zukunft.

    Vielleicht haben Sie einen Brief an die katholischen Bischöfe gelesen, der im vergangenen Mai von Kardinal Ratzinger geschrieben und veröffentlicht und vom Heiligen Vater gebilligt worden ist, zum Thema der Zusammenarbeit von Männern und Frauen in der Kirche und der Welt. Sie sehen, wie diese Frage weiterhin sogar Kardinal Ratzinger beschäftigt. Und gewiss beschäftigt sie ebenso sehr viele Frauen und viele Männer. Der Brief stellt sich die Aufgabe, eine Theologie und Anthropologie der Sexualität zu formulieren, die in tiefer Meditation der Heiligen Schrift verwurzelt ist. Als solche spricht sie zum Herzen aller, die dem Pfad der lectio divina folgen, und ist ein Dokument für alle Mönche und Nonnen. Aber ich fand darin keinerlei Hilfe für die konkreten Fragen, mit denen ich lebe zu Leben als Frau in der Kirche in der gegenwärtigen Zeit.

    Für Hilfe auf dieser Ebene schaue ich anderswo hin. Was mir hilft, sind die Bereiche, wo mein Leben und das meiner Kommunität als benediktinische Ordensfrauen und das Leben unserer Brüder positiv und fruchtbar zusammenfinden für ein Leben im Geist. Auf dieser Ebene gibt es Gott sei Dank eine Menge Zusammenarbeit zwischen den Männern und Frauen des Benediktinischen Ordens. Auf der Ebene der Konföderation als ganzer und der CIB als ganzer könnten sich in Zukunft neue Bereiche der Zusammenarbeit dieser Art auftun und uns zu Wachstum in Glaube und Liebe ermutigen.

    Während dieser Tage haben wir gemeinsam gehaltvolle Referate zum Thema Globalisierung gehört. Vor wenigen Monaten nahm ich an einem anderen Treffen teil, das sich auch mit diesem Thema beschäftigte; es war das Treffen der Oberinnen der deutschen Frauenorden. Auch die Referentin war eine Frau, eine katholische Soziologieprofessorin der Universität Wien. Es gab viel Ähnliches in den Referaten beider Treffen, aber es gab einen großen Unterschied: Wenn Frauen Globalisierung studieren und darüber nachdenken und sprechen, ist eine ihrer dringendsten Sorgen, welche Konsequenzen dies wirtschaftliche und soziale Phänomen (der Globalisierung) für Frauen und Kinder hat. Die österreichische Professorin sprach mit eindrucksvoller Objektivität über die beunruhigend dramatische weltweite Zunahme von Sextourismus und Kinderprostitution und über einen erschreckend organisierten Welthandel, basierend auf der Ausbeutung junger Frauen und Sex, der eine Auswirkung der Globalisierung ist. Sie stellte dies nicht einseitig bloß als Gewalt und Ungerechtigkeit gegen Frauen dar, sondern als eine tragische Korrumpierung der Seelen von sowohl Männern wie Frauen, die die ethische Substanz unserer Zivilisation zu zerstören droht. Eine Frau, die Ordensfrauen einen Vortrag über Globalisierung hält, käme niemals auf den Gedanken, diese Dinge seien unpassend für Nonnen und Schwestern. Unsere Referentin wusste intuitiv, dass unser geweihtes Leben, genau wie ihr eigenes Leben in christlicher Ehe, eine geistliche Antwort auf diese üblen Erscheinungen ist, und sie sprach zu uns in einer Weise, die uns tiefer in unsere Berufung hineinführte und in ihre Bedeutung für die Welt, in der wir leben.

    Unsere unterschiedlichen Gesichtpunkte als Frauen und als Männer zu einer Sache wie dieser miteinander zu teilen wäre ein Beispiel fruchtbarer Zusammenarbeit, das wir verwirklichen könnten. Die Wirksamkeit unseres Lebens, durch die Taufe vereint mit Tod und Auferstehung Jesu Christi, kann wertvolle Nahrung bekommen durch unser Bewusstsein, dass wir in diesem geistlichen Kampf verbunden sind, zu dem wir heute aufgerufen sind, und durch die Unterstützung und Ermutigung, die wir einander geben.

    Schluss

    Vielen Dank für Ihr Zuhören. Vielen Dank auch an Sie, Abtprimas Notker, Abtpräses Richard und viele andere von Ihnen, die uns auf verschiedene Weise geholfen und uns ermutigt haben. Ich möchte Sie respektvoll bitten, mit Wohlwollen für uns den Darlegungen von Abtpräses Richard (nach der Pause) zuzuhören und unsere Hoffnung für die Zukunft benediktinischen Mönchtums in der Kirche in unserer Zeit zu teilen.

    Eine Kommunität, die in guter Form ist,
ist nicht zuerst eine Kommunität, 
die viele junge Berufungen hat;
sie ist vor allem eine Kommunität,
in der es gegenseitige Vergebung gibt.
(zitiert von M. Henriette Wendbala Kalmogo)


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    Auszüge aus dem UISG/USG Vorbereitungspapier für den
    Kongress zum „Geweihten Leben“

    Das ganze Dokument ist in verschiedenen Sprachen über die Web-Site www.vidimusdominum.org zu finden (leider nicht auf Deutsch). Informationen zur UISG gibt es unter www.uisg.org.

    Zielsetzungen des Kongresses

    Das Hauptziel des Kongresses ist es, zusammen und mit globalem Bewusstsein wahrzunehmen, was Gottes Geist unter uns hervorruft, wohin der Geist uns führt und wie wir auf die Herausforderungen unserer Zeit antworten können, um dadurch das Reich Gottes „zum Wohl aller“ (1 Kor 12,7) aufzubauen.

    Dieses übergeordnete Ziel ist aus folgenden Teilzielen zusammengesetzt:

    • Die Gültigkeit des Neuen, das unter uns aufscheint, zu entdecken und wahrnehmend zu unterscheiden
    • Dieses Neue als ein Geschenk Gottes und einen Ausdruck der Hingabe anzunehmen und zu fördern
    • Gemeinschaft und Solidarität unter den Männern und Frauen des geweihten Lebens zu pflegen
  • Es ist uns ein großes Anliegen, dem „Geist“ des Kongresses Ausdruck zu geben, der alle seine Teil-„Komponenten“ in den folgenden Worten oder dynamischen Haltungen inspiriert, die uns dazu angeregt haben, dieses Dokument zu schreiben: Willkommen heißen, verändern, Neuanfang, feiern.
    • Willkommen heißen beinhaltet zu sehen, zu entdecken, darauf zu hören, was der Geist anbietet, und zu erkennen, wie das Evangelium uns zu einer Antwort bewegt.
    • Verändern beinhaltet eine Offenheit dafür, zu lernen und die Geister, die uns bewegen, zu unterscheiden.
    • Neuanfang suggeriert eine Bereitschaft zur Entschiedenheit und dazu, Vorschläge zu machen, die dazu verhelfen, unsere konkreten Handlungen zu verändern und neu zu überdenken. Solche Vorschläge bedürfen sowohl persönlicher als auch gemeinschaftlicher Umkehr.
    • Feiern ruft eine authentische feierliche Haltung hervor, die während der ganzen Tagung notwendig ist. Dies verlangt nach einer Fähigkeit, Symbole zu schaffen, zu meditieren, voller Freude zu sein, um Vergebung zu bitten, Fürbitte zu halten, zu danken und zu preisen.
  • Teil Drei:
  • I. Anzeichen des Neuen: Wohin führt uns der Geist?

    77. Der Heilige Geist wirkt weiterhin in der Welt, in der Kirche und in uns. Zeichen der Hoffnung und des Lebens erscheinen überall. Die, die empfänglich sind für den Geist und die Wahrheit, „kennen die Gabe Gottes“ (Joh 4,10) und wissen auch, was getan werden muss, damit man leben und Leben geben kann. Es gibt Zeichen all dessen im geweihten Leben, Zeichen, die wir lesen und interpretieren können sollten. Vor allem müssen wir wissen, wie wir in den Prozess eintreten können, der zur Erfüllung bringt, was jetzt im Aufblühen ist.

    II. Die Treffen, die verändern: Wir sind aufgebrochen, um aus derselben Quelle zu trinken.

    82. Unter den bedeutendsten und wichtigsten Begegnungen mit größeren Konsequenzen für das geweihte Leben müssen wir auf folgende hinweisen: Begegnungen zwischen Männern und Frauen und zwischen Ordensleuten und Laien. Durch diese Begegnungen lernen wir allmählich, aus der selben Quelle zu trinken und durch das Leben der Kirche und der Gesellschaft mit beiden Füßen zu gehen, mit unseren beiden Ohren hörend und mit unseren beiden Augen sehend. Wir versuchen, viele Arten von Barrieren zu durchbrechen, Trennungen zu überwinden und Brücken zu bauen, um Gemeinschaft zu schaffen. Durch Dialog und Austausch entdecken wir auch den Reichtum der verschiedenen Formen religiösen Lebens in den unterschiedlichen Traditionen.

    83. Diese Begegnungen zeigen die unentbehrlichen Elemente der neuen Formen des geweihten Lebens. Sie haben schon begonnen, Wirklichkeit zu werden, aber sie benötigen die Kreativität und die Einsicht Vieler, damit sie in der gegenwärtigen Situation von Kirche und Gesellschaft Gestalt annehmen können. Neue Formen von Leben aus dem Evangelium tauchen auf, die einfach sind, radikal, ökumenisch und mitten unter den Menschen, flexibel in der Struktur, einladend, aufmerksam für die Sprache der Symbole, aufmerksam für die gegenwärtigen Rhythmen des Lebens und offen für die Anforderungen, die eine tiefe Gemeinschaft mit Gott und den Menschen stellt. (VC 12,62).

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    Die Strukturen der CIB

    1. Administrativrat

    Die Hauptaufgabe des Rates ist es, Treffen vorzubereiten und die Ziele der CIB, wie sie in den Statuten beschrieben sind, zu fördern.

    Moderatorin:

    Äbtissin Máire Hickey

    Assistentin der Moderatorin:

    Prioress Judith Ann Heble

    Weitere Mitglieder des Rates

    Przew. Matka Ksieni Jolanta Rzoska
    Prioress General Sonia Wagner
    Rev. Mother Prioress General Theodora Ntuli 

       

     

     

    2. CIB-Konferenz der Delegierten

    Die Konferenz trifft sich jährlich, Wenn eine Delegierte verhindert ist, zu einem Treffen zu kommen, wird sie durch ihre Stellvertreterin vertreten.

    Region 01: Delegierte - Rev. Abbadessa Giacinta Soverino
    Region 01: Stellvertreterin - Rev. Abbadessa Michaela Porcellato
    Region 02: Delegierte - Rev.da Abadesa Concepción Fanjul Camporro
    Region 02:
    Stellvertreterin - Rev.da Abadesa Maria Jesús Sáez de Vicuna
    Region 03: Delegierte - Rev. Mère Prieure Génerale Véronique Dussud
    Region 03: Stellvertreterin
    Region 04: Delegierte  - Lady Abbess Joanna Jamieson
    Region 04: Stellvertreterin - Rev. Mother Priorin Zoe Davis
    Region 05: Delegierte - Rev. Mère Prieure Erica Van de Cauter
    Region 05: Stellvertreterin
    Region 06: Delegierte - Frau Priorin Lucia Wagner
    Region 06: Stellvertreterin/Schatzmeisterin - Frau Priorin Johanna Domek
    Region 07: Delegierte -
    Przew. Matka Ksieni Jolanta Rzoska
    Region 07: Stellvertreterin - Generalna Matka Przełożona Martyna Wysocka
    Region 08: Delegierte - Rev. Mère Abbesse Anastazija Cizmin
    Region 08: Stellvertreterin - Rev. Mère Abbesse Ivana Seravic
    Region 09: Delegierte  - Prioress Judith Ann Heble
    Region 09: Delegierte  - Sister Esther Fangman
    Region 09: Delegierte - Mère Abbesse Isabelle Thouin
    Region 09: Stellvertreterin - Sister Kathryn Huber
    Region 09: 2. Stellvertreterin - Prioress Cecilia Dwyer
    Region 10: Delegierte  - Hna Josephine Markiewicz
    Region 10: Stellvertreterin - Rev.ma Abadesa María Isabel Federik
    Region 11: Delegierte - Rev.ma Abadesa Vera Lucia Parreiras Horta
    Region 11: Stellvertreterin - Rev.ma Abadesa Martha Lúcia Ribeiro Teixera
    Region 12: Delegierte - Rev.da Abadesa María Teresa Ferrari
    Region 12: Stellvertreterin  - Rev.da Prioresa M.Estella María Armelín
    Region 13: Delegierte  - Rev. Mother Prioress Dolores Hong,
    Region 13: Stellvertreterin - Prioress Luca Chin
    Region 14: Delegierte  - Rev. Mother Prioress General Miriam Alejandrino
    Region 14: Stellvertreterin
    - Rev. Mother Abbess Celeste Nidea,
    Region 15: Delegierte - Prioress General Sonia Wagner
    Region 15: Stellvertreterin - Rev. Mother Prioress Joan Moloney
    Region 16: Delegierte - Rev. Mother Prioress General Inviolata Anton Omari
    Region 16: Stellvertreterin - Rev. Mother Prioress General Shukrani Mkonde
    Region 17: Delegierte - Rev. Mère Abbesse Henriette Wendbala Kalmogo
    Region 17: Stellvertreterin - Rev. Mère Prieure Gabriele Ravaosolo
    Region 18: Delegierte - Rev. Mother Prioress General Theodora Ntuli 
    Region 18: Stellvertreterin - Rev. Mother Prioress General Irmgard K. Poroto
    Region 19: Delegierte - Rev. Mother Prioress Stella Vararapilly
    Region 19: Stellvertreterin - Rev. Mother Prioress Sylvester Jayakody
    Kooptierte Delegierte: - Prioress General Irene Dabalus
    Kooptierte Stellvertreterin: - Mother Prioress General Teresa Paula Dias Perdigao
    AIM-Beobachterin: - Schwester
    Gisela Happ

    grauhome03

    Übersetzung aus dem Englischen:

    Schwestern verschiedener Gemeinschaften: Eichstätt, Herstelle, Schwanberg, Venio.